Rennradtouren in Südtirol: Teil 1



Runde "übers" Würzjoch
(90 km und 2000 hm)

Eine außergewöhnliche Würzjochüberquerung

Die von mir gefahrene Runde beginnt in Schabs und gleich nach dem Start wird auf dem schönen Pustertaler Radweg bis Kiens pedaliert. Hier wird das Pustertal verlassen und über den Kienberghang hinüber ins Gadertal geradelt.
Nun beginnt die außergewöhnliche Auffahrt: Am Hang der Westseite des Gadertals wird Höhe gewonnen. Ab Moar/Onach verschmälert sich Straße auf nur mehr feldwegbreite. Steil, oft durch lichten Wald, windet sich das Sträßlein nun nach oben. Vor Welschellen öffnet sich ein hammerartig schönes Panorama (siehe Bild oben und Fotoseite).
Über eine Zwischenabfahrt wird dann bei Antermoia die ostseitige Straße hinauf aufs Würzjoch erreicht.
Während der durchaus steilen Straße begleitet einen der atemberaubende Blick auf den Peitlerkofel an dessen Fuß das Würzjoch liegt.
In rasender Abfahrt bis zum Abzweig ins Villnößtal. Wieder wird die Straße einspurig, wieder tolle Bergblicke.
Im Etschtal rollt es nach Brixen, in dessen Innenstadt man sich vom südländischen Flair verwöhnen lassen sollte.
Es folgt der letzte Kraftakt, denn man muss noch gut 250 steile Höhenmeter hinauf nach Raas radeln, bevor man Schabs wieder erreicht.

Routenvorschlag
Schabs - Pustertalradweg - Kiens - Montana - Moar/Onach - Welschellen - Antermoia - Würzjoch - Abzweig ins Villnößtal - St. Peter - Brixen - Raas - Schabs
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Aufs Würzjoch und durchs Villnößtal zurück
(65 km und 1730 hm)

am Würzjoch

Diese Tour gehört mit zu den schönsten Touren, die ich gefahren bin.

Die Strecke über das Würzjoch ist eine relaltiv unbekannte, aber landschaftlich äußerst beeindruckende Verbindung zwischen dem Eisacktal und dem Gadertal mit seinem bekannten Dolomitenort Corvara.
Schon ab Brixen führt die Straße aussichtsreich aus dem Eisacktal empor. Nach St. Andrä durchfährt man auf moderater Steigung einen lichten Nadelwald. Beim Verlassen desselben überrascht einen ein atemberaubender Blick auf den Peiterkofel (siehe Bild), bis zu dessen Fuß die Straße führt. Dieses Panorama begleitet den Radler bis zur Passhöhe!
Bei ca. 1700 m ü. NN zweigt das Sträßchen zum Villnößtal ab, das auf der Rückfahrt genommen wird.
Trotz des enormen Höhenunterschieds und zwei kurzen Zwischenabfahrten ist das Würzjoch gut zu beradeln, da die Steigung 10 % nie übersteigt, meist sogar darunter bleibt.
Routenvorschlag
Brixen (561 m) - St. Andrä - St. Georg (1505 m) - Abzweig Plosestraße (1697 m) - Kofeljoch/Hasl (1863 m) - Würzjoch (2006 m) - Abzweig Villnöß (1700 m) - St. Peter (1150 m) - Nalch (530 m) - Albeins - Brixen (561 m)
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Variante: Über Lüsen aufs Würzjoch und auf die Plose (70 km und 2100 hm)
Diese Variante aufs Würzjoch wurde mir als besonders lohnenswert empfohlen.
Dies mag aber nur für echte Bergradler gelten, denn bald nach Lüsen (Luson) folgt das kleine Sträßlein teils auf schlechtem Asphalt über 500 steile Höhenmeter dem Lasankenbach ohne Aussicht im Wald. Kondition und Psyche sind gefragt.
Von Brixen führt die gute Straße über einigen Kehren nach Lüsen, verschwindet dann bald in dem oben erwähnten Wald und gibt erst bei einer Höhe von 1550 Metern die Blicke auf die Bergriesen frei.
Ab hier ist die Tour wieder atemberaubend schön.

Als zusätzliches Schmankerl sei die Auffahrt auf die Plose, den Hausberg von Brixen, empfohlen.
Vom Abzweig in 1698 Metern Höhe sind 335 Höhenmeter auf moderat steigender Straße in lichtem Wald, der aber immer wieder Ausblicke zulässt, zu überwinden. Oben eröffnet sich ein überwältigendes Panorama auf die Südtiroler Dolomiten.
Nun erfolgt eine traumhaft schöne Abfahrt über 1500 Höhenmeter hinab nach Brixen.
Routenvorschlag
Brixen (561 m) - Lüsen (970 m) - Würzjoch (2006 m) - Kofeljoch/Hasl (1863 m) - Abzweig Plose (1700 m) - Brixen (561 m)
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Kehrenfestival nach Steinegg
(2 x 7 km und 500 hm)

Kehrenfestival nach Steinegg

Ein bergfahrerisches Tophighlight ist die Auffahrt über 15 eng übereinander liegende Kehren in steilem Hang von Blumau nach Steinegg.
Zielpunkt sollte die Kirche sein, von der man schöne Blicke ins Eisacktal und auf das gewaltige Bergmassiv des Rosengartens hat.
Wenn die Auffahrt selbst auch nicht sehr aussichtsreich ist, so überkommt einem beim Bergsprint nach Steinegg ein Hauch von Alpe d'Huez, zu sehr ähnelt die gesamte Strecke dem berühmten Tour-de-France-Anstieg. Da hier aber die 15 Kehren auf "nur" 500 Höhenmeter verteilt sind, jagt eine Kehre die andere.
Ein richtiger Bergfahrer "Muss" diese schönen Kehren einfach befahren!
Befahrungsbericht
Routenvorschlag
Blumau (330 m, 8 km nördlich von Bozen) - Steinegg (823 m) - Blumau
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Über Steinegg ins Val d'Ega (Eggertal)
(46 km und 1180 hm)

Rückblick auf Steinegg

Eins war mir klar: "Diese tolle Kehrengruppe hinauf nach Steinegg wollte ich unbedingt noch einmal fahren".
So plante ich einige Jahre später diese landschaftlich überragende Tour.

Über die Kehren hinauf nach Steinegg. Weiter ansteigend nach Gummer, dabei ständig grandiose Ausblicke: Zurück über Steinegg und hinüber zum Rittengebiet, nach links über das Schlernmassiv und fast immer vorn im Blick die Dolomiten mit dem Rosengartenmassiv.

Von Gummer über eine kleine Verbindungsstraße nach Welschnofen, das an der Straße, die von Bozen zum Karerpass hinaufzieht, liegt. Hinab durchs Eggertal zurück nach Bozen, dabei durchfährt man im unteren Teil eine schmale Schlucht. Tolles Feeling.
P.S.: Wegen des neuen, langen Tunnels am Ende des Eggertales empfehle ich die Tour nicht in umgekehrter Richtung zu befahren - abwärts, in der von mir gefahrenen Richtung, ist dies kein Problem.
Routenvorschlag
Bozen (263 m) - Blumau (300 m) - Steinegg (823 m) - Anhöhe (1340 m) - Gummer (1170 m) - Welschnofen (1182 m) - Bozen (263 m)
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Über den Kaser nach Steinegg
(45 km und 1200 hm)

im Anstieg zum Kaser

Obwohl der Anstieg auf den Kaser über 1000 Höhenmeter beträgt, ist die kleine Straße äußerst unbekannt und die "Passhöhe" hat keinen Namen.
Bei den Einheimischen aber ist die Anhöhe unter dem Namen Kaser bekannt, da kurz unterhalb der "Passhöhe" eine kleine Kapelle mit dem Namen Kaser steht.
So unbekannt das Sträßlein auch ist, soviel Spaß macht es, es zu beradeln: kein Verkehr, guter Belag, tolle Aussicht.
Bei der Kaserkapelle biegt man links via Steinegg ab und erhält auf der Abfahrt immer wieder grandiose Ausblicke auf das Rosengartenmassiv.
Auch die 15 Kehren von Steinegg werden wieder durchfahren, diesmal mit viel Freude hinab ins Eisacktal und dort auf dem Eisackradweg zurück nach Bozen! Radlerherz, was willst du mehr.
Routenvorschlag
Bozen - Kardaun - Karneid - Kaser - Steinegg - Blumau - Bozen
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Runde über die Rittener Erdpyramiden
(52 km und 1260 hm)

Rittener Erdpyramiden

Die Rittener Erdpyramiden sind eine geologische Besonderheit:
Auf schmalen Säulen aus weichem Gesteinsmaterial liegen größere Felsenbrocken, die das darunter liegende Material vor Erosion schützen.

Das weitläufige Hochplateau des Ritten und die Erdpyramiden sind ein bekanntes Ausflugsziel bei Bozen und auch mit dem Rennrad lassen sie sich auf einer schönen Rundtour beradeln.

Über viele Kehren durch Weinbaugebiete lässt man Bozen schnell hinter sich. In Klobenstein folgt der kurze Abstecher zu den Erdpyramiden, die man aber nur sehen kann, wenn man einen kurzen, unasphaltierten Weg beradelt.
Weiter über das Rittener Hochplateau mit Panoramablicken nach Oberinn. Nach kurzem steilen Anstieg wird die Straße schmaler und stürzt hinab ins schluchtartige Sarntal. Hier sind mehrere längere Tunnels zu durchfahren, die erst im Jahre 2004 beleuchtet wurden und somit diese schöne Rundtour auch mit dem Renner ermöglichen.
Zum Abschluss der Tour sollte man die Bozener Altstadt besuchen, in deren Fußgängerzone man größtenteils sogar offiziell Radfahren darf.
Routenvorschlag
Bozen (263 m) - Klobenstein (1160 m) - Erdpyramiden (1140 m) - Klobenstein (1160 m) - Oberinn (1300 m) - Sarntal - Bozen (263 m)
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Über die Hofmahd
oder:
Ultental-Hofmahdjoch-Mendelpass-Etschtal
(115 km und 2250 hm)

S-Seite Hofmahd

Äußerst abwechslungsreiche Tour:

Auf dem neuen Radweg entlang der Etsch gemütlich nach Lana.
Über weite Kehren aufsteigen ins schöne Ultental.
Sehr steiler harter Anstieg via Hofmahdjoch (auch Passo Castrin genannt). Schöne Rückblicke ins Ultental.
Mehrere Tunnels bis zu 1700 Metern Länge sind zu durchradeln.
(sie sind aber trotz 10 %iger Steigung problemlos zu durchfahren, da die Straße breit und gut beleuchtet ist und nur sehr wenig Verkehr herrscht).
Unspektakuläre, unbeschilderte Passhöhe direkt nach dem langen Tunnel. Rasende Abfahrt.
Lange Höhenpanoramastraße via Revo, tolle Aussicht auf den Lago di Giustina.
Wellige Anfahrt über weitläufige Hochflächen via Mendelpass.
Super-Abfahrt vom Mendelpass mit beeindruckender Streckenführung.
Kaffeetrinken im hübschen Ort Kaltern.
Durch Obstplantagen auf Nebenstrecken zurück nach Vilpian.
Routenvorschlag
Vilpian (246 m) - Lana (300 m) - Ultental - St. Ponkraz (736 m) - Abzweig (900 m) - Hofmahd (1700 m) - Revo (733 m) - Fondo (988 m) - Mendelpass (1363 m) - Kaltern (426 m) - Vilpian (246 m)
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Härtere Variante: Ultental, Hofmahdjoch, Brezer Joch und Kreither Sattel
(125 km und 2800 hm)

am Brezerjoch

Jahre später fuhr ich wieder über das Hofmahdjoch (Passo Castrin), aber um auch das schöne Brezerjoch zu besuchen, fuhr ich diesmal nach der Hofmahd nicht bis Revo ab, sondern bog vorher via Brezerjoch ab.
Da ich diesmal nicht in Vilpian, sondern in Auer gestartet bin, nahm ich, nach einer Eispause in Kaltern, gegen Ende noch den zwar kurzen, aber durchaus steilen Kreither Sattel mit.
GPS-Track

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